Union einigt sich offenbar auf Eckpunkte
Union einigt sich offenbar auf Eckpunkte - CDU und CSU haben sich nach vierwöchigen Verhandlungen offenbar auf erste Kernpunkte ihres gemeinsamen Wahlprogramms geeinigt. Nach Informationen der dpa gehören dazu eine Erhöhung der Mehrwertsteuer, Reformen im Arbeitsrecht und ein Systemwechsel in der Krankenversicherung. [Tagesschau.de]
MwSt-Steuererhoehung (soweit ich hoerte, soll es dann auch auf Mieten Mwst geben - freut euch schon mal ;)), Abbau des Arbeitsrechtes, eine vergurkte Kopfpraemie, etc. - Wahnsinnig tolle Aussichten.
Klar, das Angie einen Maulkorb anordnet, damit der Waehler nicht erfaehrt, was auf ihn zukommt. (x 24.06.2005)
Kommentare
Vor allem: geredet ist immer viel.... ich zweifle an der Umsetzbarkeit mancher Regelungen...
Und von der Erhöhung der Mehrwertsteuer halte ich rein gar nichts... die Konsumentennachfrage ist sowieso schon enorm zurückgegangen...sie wird noch weiter zurückgehen. Das dürfte kontraproduktiv für den geplanten Wirtschaftsaufschwung sein.
Mit der Krankenkasse bin ich mal gespannt wie hoch so eine Kopfpauschale ausfällt und wie man sich dann für den rest absichern soll....
Alles in allem..es wird den Firmen immer leichter gemacht Leute zu entlassen... und den AN immer schwerer gemacht einen langfristigen Job zu finden und auch mal "planen" zu können was morgen ist... Folge wird enorme Zukunftsangst unter der Bevölkerung sein, Schwarzarbeit wird weiter boomen und die Firmen werden immer fettere Gewinne einfahren, die sie nicht versteuern müssen weil im Ausland erwirtschaftet...
Wenn das das ist, was sich Deutschland für die Zukunft wünscht drauf los: wähl mal alle schön CDU!
Ich lehne mich da mal zurück und schaue mal was das bringen soll.. (Tarantel - 26.06.2005)
Umsetzbarkeit: Steuern erhoehen geht ganz einfach. Kohl hatte damit nie Probleme ;)
MwSt.: Kann Sinn machen, wenn man damit etwas Gutes finanziert. Und 1-2% sind ja nun nicht grad so gravierend (Ausnahme: Wenn es vorher keine MwSt gab und dann ploetzlich 18% anfallen).
Kopfpauschale: Augenwischerei. Ungerecht. Und wenn man Ungerechtigkeiten wegbiegen will, koennte man auch gleich die Buergerversicherung nehmen.
(ohne Namen - 26.06.2005)
Umsetzbarkeit: Steuern erhoehen geht ganz einfach. Kohl hatte damit nie Probleme ;)
Deshalb ist er ja auch schon seit ein paar Jahren kein Kanzler mehr!
Und 1-2% sind ja nun nicht grad so gravierend
Na ich weiss ja nicht... hast Du mal ausgerechnet was da pro Monta so zusammen kommt... mach Dir mal den Spass und rechne aus für wieviel Euro Du monatlich allein Lebensmittel und Kosmetika einkaufts...und rechne darauf 2%... und dann denk mal drüber nach was Du mit der Summe alles machen könntest und was im Jahr zusammen kommt!
(Tarantel - 26.06.2005)
Kohl/Steuern: Damit hat ers 16 Jahre geschafft - und den weiblichen Kohlklon wollen ja nun auch nicht wenige waehlen...
1-2%: Kosmetika sind bei mir Duschgel, Haarwaschzeugs, Deo und etwas Seife - sehr groszzuegig geschaetzt komme ich da auf ca. 10 Euro... Lebensmittel... wenn ich ueberfluessigen Trinkkram und ungesunden Mist mitzaehle (den ich eigentlich einschraenken moechte :D), wuerd ich mal so ca. 200 Euro ansetzen... also 210 Euro... 1% = 2,10... 2% = 4,20... mal 12 = 25,20 bzw. 50,40 pro Jahr (nicht beruecksichtigt, das sich die Preise bei MwSt-Anstieg von 2% nicht ganz um 2% erhoehen ;))
2,10 im Monat ist nicht ganz so gravierend, oder!? Da richtet sich der Aerger eher danach, wofuer einem die Knete ueberhaupt abgezogen wird ;)
(ohne Namen - 27.06.2005)
GRINS nimm einfach Dein Einkommen, zieh davon ab, was
a) am Ende des Monats noch über ist (wahrscheinlich nicht viel, wie bei uns allen)
b) was Du an Miete zahlst (NOCH!)
und davon rechne 2%! Das ist das, was Dir bei einer Mehrwertsteuererhöhung um 2% fehlen wird...
Das ist ja das Problem: Bei den Kleinen ist der Sparanteil, also der Anteil vom Einkommen, der NICHT im mehr oder weniger laufenden Betrieb im Inland wieder ausgegeben wird (Ich sag mal so innerhalb von 3-5 Jahren, um Rücklagenbildung für größere Anschaffungen auszugleichen) sehr gering, damit schlägt eine Märchensteuererhöhung voll auf jeden eingenommenen (weil eben auch ausgegebenen) Euro durch... ist der Sparanteil und der Anteil an im Ausland ausgegebenem Geld höher, verringert sich die prozentuale Auswirkung der MWSt-Erhöhung entsprechend! (WizOp - 29.06.2005)
grosse zustimmung! :)
und eine sache noch dazu:
nehmen wir mal an, ein artikel kostet heute 4,98 euro.
nun schrauben wir die mwst. um 3 prozent nach oben. das sind 15 cent für den genannten artikel.
der artikel müsste nun also kosten 5,13 euro.
tut er aber nicht.
er kostet 5,19 oder 5,29 oder gar 5,49 euro.
wie ich darauf komme?
erfahrungswert der kohlschen mwst.-erhöhungen aus den 90ern.
damals haben die geschäfte und dienstleister usw. (wie übrigens auch bei euro-einführung) die preise gerundet auf die üblichen xx,99 preise - man kann ja alles auf die mwst. schieben, das hinterfragt kaum jemand.
kurz mal nachgerechnet. im extremfall (5,49) schlägt die 3%ige mwst-erhöhung bei unserem artikel mit 17% durch. na lecker.
im durchschnitt könnte man (fiktiv) bei einem gefühlten preisanstieg von 10% landen. ((3+17)/2) rechnet das milchmädchen. aber ich befürchte, es könnte immerhin deutlich teurer als 3% werden. so wie bei den letzten mwst-"anpassungen".
p.s. solche hohen teuerungsraten sind natürlich eher bei kleinpreisigen artikeln zu erwarten, da die rundungsdifferenzen proportional weniger ausmachen, je höher der gerundete preis ist. (Gast - 29.06.2005)
Yep, natuerlich fehlt was... natuerlich tuts den Kleinen mehr weh... und natuerlich schlaegt der Handel noch was drauf...
Aber 2% auf Alltagseinkaeufe lassen sich ggf. durch Konsum noch ausgleichen - wenn aber die 18% ploetzlich auch auf Mieten aufgeschlagen werden, ist die Steigerung doch hoeher - und laesst sich auch nicht so leicht ausgleichen.
(ohne Namen - 29.06.2005)
Heute gabs dazu ja nochmal ein paar genauere Hinweise:
Mehrwertsteuererhöhung auf 18 % ab 2006
dafür:
Senkung der Lohnnebenkosten AL-versicherung von 6,5 auf 4,5%
Senkung des Eingangssteuersatzes auf 12%
Senkung des Spitzensteuersatzes auf 39%
Senkung der Körperschaftssteuer auf ? (hab ich vergessen)
Kleiner Nachtrag:
kein Kündigungsschutz mehr bei Neueinstellungen in Betrieben unter 20 Mitarbeiter
staatliche Zuschüsse zu Arbeitskosten sollen Anreize zu Einstellungen im Niedriglohnsektor geben
Arbeitslosengeld II-Empfänger sollen bis zu 10% unter Tarif eingestellt werden können
All das wurde von allen anderen Parteien ziemlich stark als unsozial und nicht förderlich für die Änderung der Situation in Deutschland eingestuft. Auch vom zukünftigen Koalitionspartner FDP!!!! Dort sagte man: zur Mehrwertsteuererhöung werde man nicht die Hand reichen. (Tarantel - 11.07.2005)
Die anderen Parteien sollen sich da mal nicht so pseudosozial aus dem Fenster lehnen... Lohnzuschuesse sind ein alter Hut... unter Tarif (wenn ortsueblich) ebenso... und die Paritaet in den Sozialsystemen annagen und den Arbeitnehmer mehr belasten gabs auch unter Rotgruen schon...
Schwarzgelb kommt mit ollen Kamellen, aber wenn sich Rotgruen ueber diese Kamellen erregt, ist das unehrlich und geheuchelt...
(ohne Namen - 12.07.2005)
Mmmh...muss ich jetzt mal nachdenken udn an meiner Antwort basteln... (sprich mich noch etwas genauer informieren!) (Tarantel - 12.07.2005)
Hm, man sollte meinen, die Politik der letzten 25 Jahre sollte doch irgendwann mal durchgesickert sein... *kopfkratz*
Tja, Lebenserfahrungen halt.. };-) (ohne Namen - 13.07.2005)
Häh??? Das versteh ich jetzt schon wieder nicht mehr...ich wollte einfach nochmal das Wahlprogramm der anderen Parteien gegenüber stellen... aber mit genauen Fakten und nicht so dahingeschlurrt...
Die Politik der letzten 25 Jahre ist mir da momentan schnuppe... (Tarantel - 13.07.2005)
Das darf einem aber nicht schnuppe sein, denn sonst faellt man auf die ollen Kamellen rein ;) ;/
Bezueglich der angesprochenen Sachen: Was Schwarzgelb damals tat, hat Rotgruen immer bemaengelt, dann aber ab 98 selbst gemacht, worueber Schwarzgelb murrte, was sie aber nun wieder selbst tun wollen, was Rotgruen wieder kritisiert... seit einem Vierteljahrhundert tun sie alle das gleiche, wenn sie regieren, waehrend sie es als Opposition kritisieren...
(ohne Namen - 14.07.2005)
Gegenueberstellung:
http://de.news.yahoo.com/050711/3/4m0oc.html (ohne Namen - 14.07.2005)
Durchsickern:
Das war Sarkasmus. Entsprungen der Resignation darueber, das die Deutschen Politreden und den Medien Dinge als neu entnehmen, die oft uralter Hut sind.
Bsp.:
Ich-AGs - alter Hut, nannte sich nur nicht so...
Job-Floater - Subventionen sind ein alter Hut...
Lohnzuschuesse - asbachuralter Hut...
PSA - Mietsklaven weitervermieten ist ebenso asbach...
Zwang zur Weiter"bildung" - asbach...
Untertariflich - sofern ortsueblich: asbach...
Zwang, jeden Job anzunehmen - asbach...
Usw...
(ohne Namen - 14.07.2005)
Guter Link. Thx! :) Muss ich nachher mal genauer reinschauen! (LT-Team - 16.07.2005)
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